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Lichttherapie gegen Schuppenflechte - UV-B Licht als Heilmittel


Weltweit hat sich die Behandlung der Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) mit einer speziellen Form der Lichttherapie als anerkannte Behandlungsmethode durchgesetzt. Schuppenflechte ist eine weit verbreitete, meist genetisch bedingte Hautkrankheit. Die Leiden Betroffener können mit Lichttherapie beträchtlich gemindert werden. Wichtig ist jedoch der wohldosierte Einsatz des nicht unproblematischen UV-B Lichtes.

Schuppenflechte - chronisch entzündliche Erkrankung der Haut

Als Schuppenflechte wird eine chronisch entzündliche Erkrankung der Haut bezeichnet, die durch äußere Reizung der Haut (z.B. mechanisch oder chemisch) oder auch durch Infektionen, Schwangerschaft oder Stress zur Auslösung gebacht wird. Dabei treten gerötete und schuppende Flächen auf der Haut auf, die einen mehr oder minder starken Juckreiz mit sich bringen. Gerade die äußerliche Sichtbarkeit und der Juckreiz verursachen eine oft beträchtliche psychische Belastung der Betroffenen.

Vor allem betroffene Bereiche sind:

  • Knie und Ellenbogen
  • Hand- und Fußflächen
  • Lendengegend
  • und besonders unangenehm, der behaarte Kopfbereich

Die Haut der erkrankten Stelle weist einen stark beschleunigten Hautbildungsprozess auf. Gesunde Hautstellen erneuern sich innerhalb von 28 Tagen, wobei die Hautzellen die sieben Schichten der äußeren Haut (Epidermis) durchwandern und dabei ihre Form und Eigenschaften ändern. Von der Hornhautschicht lösen sich die Zellen schließlich als Schuppen ab. Dieser Prozess dauert bei mit Schuppenflechte erkrankter Haut gerade noch 4 Tage, was zu den beschriebenen Symptomen führt.

Lichttherapie mit dem ultraviolettem UV-B Licht als wirkungsvolle Behandlung der Schuppenflechte

Zwei Formen der Lichttherapie zur Behandlung der Schuppenflechte sind zu unterscheiden.
Die Breitspektrum UV-B Lichttherapie ist die ursprüngliche, etwas ältere Therapieform. Hierbei kommt das komplette Spektrum des UV-B Lichtes (280 bis 320 nm, Nanometer) zur Anwendung. Die betroffenen Hautpartien werden bestrahlt, wobei die Dauer vor allem vom Hauttyp des Patienten und der schwere der Erkrankung abhängt. Als Weiterentwicklung dieser Lichttherapie kommt heute meist die Schmalspektrum UV-B Lichttherapie bzw. die 311-nm UVB Lichttherapie zur Anwendung. Bei dieser Form der Behandlung wird nur ein schmales Teilspektrum des UB-B Wellenlängenbereichs bzw. nur Licht mit 311 nm verwendet. Licht der Wellenlänge 311 nm hat sich als besonders wirkungsvoll erwiesen. Durch den gezielten schmalbandigen Einsatz kann die Lichttherapie mit geringeren Anwendungsdauern und Hautbelastungen durchgeführt werden.

Neben diesen beiden Formen der Lichttherapie mit UV-B Licht wird die so genannte PUVA-Lichttherapie angeboten. Diese wird auch als Photochemotherapie bezeichnet, da photosensibilisierende Stoffe als Wirkverstärker eingesetzt werden. Diese Wirkverstärker, auch Psoralen genannt, werden in Form von Tabletten verabreicht oder auch äußerlich angewendet. Sie steigern die Lichtempfindlichkeit der Haut und unterstützen damit die therapeutische Wirkung des eingesetzten UV-A Lichtes (320 bis 400 nm).

Lichttherapie mit UV Licht nicht ganz ohne Nebenwirkungen

Die Behandlung derSchuppenflechte mit UV-Licht basierter Lichttherapie ist mit Vorsicht anzuwenden. Bei übermäßiger Anwendung kann es zu Sonnenbränden und einem erhöhten Hautkrebsrisiko kommen. Daher ist die Therapie nur in Absprache mit einem Arzt durchzuführen. Dieser wird den Hauttyp des Patienten bestimmen und die Behandlung gemäß der individuellen Erfolge anpassen.

Sorgfältige Vorbereitung und regelmäßige Anwendung notwendig

Die Behandlung mit einer der beschriebenen Lichttherapieformen beginnt stets mit der Bestimmung des Hauttyps bzw. der Minimalen Erythemdosis (MED). Die MED ist definiert als die Strahlendosis, die gerade noch zu einer sichtbaren Rötung der Haut, einem Erythem, führt. Die Strahlendosis während der Behandlung orientiert sich an dieser Dosis als Obergrenze. In der Regel werden drei bis fünf Lichttherapiesitzungen pro Woche über eine Gesamtdauer von 3-8 Wochen durchgeführt.

Viele weitere Erkrankungen der Haut können mit dieser Art der Lichttherapie behandelt werden. Darunter sind:

  • Sonnenallergie, Desensibilisierung der Haut
  • Diverse mit Juckreizen verbundene Erkrankungen (Die Gruppe der Pruritus, Prurigo)
  • Bestimmte Exzeme
  • Weißfleckenkrankheit (Vitiligo)
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