You are hereWie Licht unseren Körper steuert - Melatonin der Müdemacher

Wie Licht unseren Körper steuert - Melatonin der Müdemacher


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Melatonin, auch bekannt als Schlafhormon, wird in der Zirbeldrüse gebildet und gibt dem Körper das Signal zum Schlafen. Doch nicht immer kommt dieses Signal auch zum richtigen Zeitpunkt. Die Ursache hierfür liegt vor allem in unserem Umgang mit Licht.

Unsere innere Uhr, also der circadiane Rhythmus, bestimmt den Zeitpunkt der Ausschüttung von Melatonin. Die Reaktion des Körpers, das Gefühl der Müdigkeit, ist dann vom Willen des Betroffenen unabhängig. Aber wovon hängt nun ab, wie unsere innere Uhr tickt?
Neuere Forschungsergebnisse bestätigen, was schon lange vermutet wurde.

Der natürliche Tagesablauf liefert seit jeher eine verlässliche Referenzzeit. Ständig werden äußere Einflüsse aufgenommen. Dabei wird unser circadianer Rhythmus vor allem vom uns umgebenden Licht gesteuert. Neben der Lichtstärke ist es aber auch die Lichtfarbe, die entscheidenden Einfluss hat. So ist es das in den Morgen- und Mittagsstunden im Vollspektrum des Sonnenlichts vermehrt vertrene Blau, dass den stärksten Effekt hat und unseren Körper richtiggehend belebt. 

Das Blaue licht spricht im Auge die sogenannten retinalen Ganglienzellen an, die unter den Zapfen und Stäbchen in tiefen Schichten der Netzhaut liegen und eine direkte Verbindung zum Gehirn haben. Hier sitzt eine reiskorngroße Hirnregion namens SCN, die die Signale der retinalen Ganglierzellen mit dem circadianen Rhythmus abgleicht und entsprechende Signale an den Körper weitersendet. Dabei nimmt Sie Einfluss auf die Regelkreise, die Hungergefühl, Körpertemperatur, Herzfrequenz, Blutdruck oder auch Schmerzempfinden steuern.

Vor allem wird aber die Ausschüttung von Melatonin gebremst. Und damit lässt deutlich dessen wichtigste Wirkung nach, nämlich den Schlaf zu fördern, den Stoffwechsel zu verlangsamen und träge und müde zu machen. Die Wirkung des blauen Lichtes auf die Ausschüttung von Melatonin wie auch den circadianen Rhythmus ist etwa 25 mal stärker als die von normalem weißen Licht oder etwa herkömmlicher künstlicher Beleuchtung.

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